Berlins grüne Mobilitätsrevolution: Wo das Radfahren hineinpasst

Berlin hat sich ein rechtsverbindliches Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2045. Um das zu erreichen, muss die Stadt umgestalten, wie 3,7 Millionen Menschen sich fortbewegen. Radfahren ist dabei keine Randnotiz — es ist eine zentrale Säule.

Das Berliner Mobilitätsgesetz

2018 verabschiedete Berlin das Mobilitätsgesetz — Deutschlands erstes eigenes Mobilitätsgesetz. Es schrieb den Aufbau eines umfassenden Radnetzes vor, darunter 100 km geschützte Radwege an Hauptstraßen innerhalb von 3 Jahren, ein Netz von Radschnellwegen, die äußere Bezirke mit dem Zentrum verbinden, und Radinfrastruktur an jedem ÖPNV-Knotenpunkt.

Die Umsetzung war langsamer als geplant, aber die Richtung ist eindeutig. Berlin ist gesetzlich verpflichtet, eine Fahrradstadt zu sein.

Wo Berlin heute steht

Berlin hat derzeit über 1.700 km Radinfrastruktur — mehr als jede andere deutsche Stadt. Der Radverkehrsanteil ist von 13 % im Jahr 2008 auf 18 % im Jahr 2023 gestiegen, und der Trend geht stetig nach oben. Auf einigen innerstädtischen Strecken ist Radfahren bereits das dominierende Verkehrsmittel.

Was kommt: das Radschnellwegenetz

Berlin baut ein Netz von 12 Radschnellwegen — leistungsstarke, weitgehend autofreie Routen für schnelles, komfortables Radfahren. Diese Routen werden Brandenburger Gemeinden mit Berlins Zentrum verbinden und Radfahren für Pendler:innen möglich machen, die derzeit jenseits des S-Bahn-Rings leben.

Nach Fertigstellung wird das Netz es ermöglichen, von Potsdam nach Mitte in unter einer Stunde auf eigener Infrastruktur zu radeln — keine Ampeln, keine geparkten Autos, kein geteilter Straßenraum.

Das fehlende Puzzleteil: Anreize

Infrastruktur allein ändert kein Verhalten. Amsterdam hat seine Fahrradkultur nicht allein durch Radwege aufgebaut — niederländische Fahrradpolitik umfasst finanzielle Anreize, Arbeitgeberzuschüsse und soziale Normen, die Radfahren zur Standardwahl machen.

Berlin hat die Infrastruktur. Was fehlt, ist ein systematischer Weg, Menschen dafür zu belohnen, dass sie sie nutzen. Diese Lücke füllt PedalPay — es verwandelt die Infrastruktur-Investition in eine greifbare tägliche Belohnung für die Menschen, die sie nutzen.

Radfahren als Klimaschutz

Der Verkehr verursacht rund 30 % von Berlins Treibhausgasemissionen. Schon eine Verlagerung von nur 5 % der kurzen Autofahrten aufs Rad würde Berlins Verkehrsemissionen um geschätzte 180.000 Tonnen CO₂ jährlich senken — das entspricht der dauerhaften Stilllegung von 80.000 Autos.

PedalPay ist ein Teil dieses Bildes. Aber wir denken, ein wichtiger.

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